Normen & Hinweise

EN 149

Atemschutzmasken - Halb- und Vollmasken

Gibt die Anforderungen an filtrierenden Halb- und Vollmasken zum Atemschutz vor. Halbmasken bedecken den Mund und die Nase, whrend Vollmasken das ganze Gesicht umfassen. Die Schutzklasse der Maske werden anhand der maximalen Arbeitsplatzkonzentration (= MAK-Wert) differenziert:

FFP1: Halbmasken mit Schutz bis zum 4-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration.
FFP2: Halbmasken mit Schutz bis zum 10-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration (Vollmasken bis zum 15-fachen).
FFP3: Halbmasken mit Schutz bis zum 30-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration (Vollmasken bis zum 400-fachen).

EN 340

Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen

Spezifiziert generelle Anforderungen der Bekleidung hinsichtlich Ergonomie, Unbedenklichkeit, Grendeklarierung, Lebensdauer, Kompatibilitt und Beschriftung sowie der Informationen, die mit der Bekleidung zur Verfgung gestellt werden muss.

EN 343

EN 343

Schutzkleidung - Schutz gegen Regen

Definiert die Anforderungen fr Bekleidung zum Schutz vor Regen. Dafr wird die Wasserdichtheit und die Atmungsaktivitt ermittelt und in drei Klassen eingeteilt, von denen 3 die hchste Stufe ist:

Wasserdichtheit:
Klasse 1: -
Klasse 2: > 800 mmH2O
Klasse 3: > 1300 mmH2O

In mmH2O wird die Hhe des Wasserdrucks whrend des Tests bezeichnet.

Atmungsaktivitt:
Klasse 1: Ret: > 150
Klasse 2: Ret: 20 - 149
Klasse 3: Ret: 1 - 19

Der Wert Ret gibt an welchen Widerstand Wasserdampf berwinden muss, um nach auen abgegeben zu werden.

EN 369

Schutz gegen flssige Chemikalien

Prft den Schutz der Bekleidung vor flssigen Chemikalien. Dazu wird das Material auf seinen Widerstand gegenber der Permeation durch Flssigkeiten hin untersucht.

EN 374

Vollwertiger Schutz

EN 374

Eingeschrnkter Schutz

EN 374

Schutzhandschuhe gegen Chemikalien

Unterschieden wird innerhalb dieser Norm zwischen zwei Arten des Chemikalienschutzes. Handschuhe mit vollwertigem Schutz werden mit dem Erlenmeyerkolben gekennzeichnet und Schtzen vor mindestens 3 der nachfolgenden Chemikalien lnger als 30 Minuten:

A - Methanol
B - Aceton
C - Acetonitril
D - Dichlormethan
E - Kohlenstoffdisulfid
F - Toluol
G - Diethylamin
H - Tetrahydrofuran
I - Ethylacetat
J - n-Heptan
K - Natriumhydroxid 40%
L - Schwefelsure 96%

EN 385

EN 385

Schutzkleidung fr die Benutzer von handgefhrten Kettensgen

Fr Arbeiten mit Kettensgen sind aufgrund der hohen Gefahr besondere Anforderungen an die Schutzbekleidung zu stellen. Diese Anforderungen werden in den verschiedenen Teilen der EN 385 definiert.

Teil 5: Regelt die Anforderungen an den Beinschutz. Fr professionelle Anwender eignen sich die Formen A und B, deren Schutz primr auf der Frontseite beschrnkt ist. Fr weniger gebte Personen im Umgang mit Kettensgen empfiehlt sich die Form C, die einen Rundumschutz bietet. Die Schnittschutzklasse sollte in Abhngigkeit der Kettengeschwindigkeit gewhlt werden.

Teil 11: Regelt die Anforderungen an Oberkrperschutzmittel.

EN 388

EN 388

Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

Diese Norm aus dem Jahr 2003 (EN 388:2003) legt vier Kriterien fest, anhand derer der Schutz vor mechanischen Risiken eingeschtzt werden kann. Jedem Kriterium wird dabei eine Leistungsstufe zugeordnet:

Abriebfestigkeit: 0 bis 4
Schnittschutz (runde Klinge): 0 bis 5
Weiterreifestigkeit: 0 bis 4
Durchstichfestigkeit: 0 bis 4

Je hher der Wert, desto besser das Testergebnis zu dem zugehrigen, mechanischen Risiko.

Darber hinaus ist 2016 (EN 388:2016) bereits eine Weiterentwicklung dieser Norm verffentlicht worden. Diese Verffentlichung beinhaltet eine Erweiterung der mechanischen Risiken, um die Kriterien:

Schnittschutz (gerade Klinge): A bis F
Schutz vor Sto*: P (wenn erfolgreich)
*der Test zum Schutz vor Sto ist optional und nur fr Handschuhe mit Polsterung, die einen Aufprall dmpft, sinnvoll.

Zwischen den beiden Varianten des Schnittschutzes (gerade bzw. runde Klinge) gibt es wesentliche Unterschiede im Testverfahren und den daraus resultierenden Ergebnissen. Da die Ergebnisse zwischen beiden Verfahren sehr unterschiedlich ausfallen, mssen auch die Testwerte unabhngig voneinander betrachtet werden. Dabei ist das Testverfahren mit runden Klingen besser geeignet, um den Schutz bei Arbeiten mit leichten, scharfen Gegenstnden einzuschtzen, whrend der Test mit geraden Klingen fr Arbeiten mit unterschiedlichen Krafteinwirkungen bzw. stoartigen Risiken bessere Einschtzungen liefert.

EN 407

EN 407

Schutz vor thermischen Gefahren

Geprft wird innerhalb dieser Norm auf den Schutz von Handschuhen von Risiken durch Hitze. Inhalt des Tests sind die folgenden Kriterien:

Brennverhalten: 0 bis 4
Kontakthitze: 0 bis 4
Konvektionshitze: 0 bis 4
Strahlungshitze: 0 bis 4
Kleine Spritzer geschmolzenen Metalls: 0 bis 4
Groe Mengen geschmolzenen Metalls: 0 bis 4

Hhere Werte kennzeichnen ein besseres Testergebnis. Der Wert ?X? signalisiert, dass der Handschuh nach diesem Kriterium nicht getestet wurde.

EN 420

Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen

Innerhalb dieser Norm werden die allgemeinen Anforderungen an Schutzhandschuhe festgelegt. Diese Anforderungen beinhalten Gestaltungsgrundstze, Konfektionierung, Materialwiderstnde gegen Wasserdurchdringung, Unschdlichkeit, Komfort, Leistungsvermgen, Herstellerkennzeichnungen sowie die vom Hersteller zu liefernden Informationen.

EN 471

EN 471

Warnschutzbekleidung

Damit der Trger bei verschiedenen Lichtverhltnissen erkennbar ist, insbesondere, wenn er im Straenverkehr durch Scheinwerfer angestrahlt wird, legt diese Norm Anforderungen an reflektierendes Material und Hintergrundmaterial sowie deren Anordnung und Mindestflchen fest. Die Einstufung erfolgt in den Klassen 1 bis 3, wobei die Klasse 3 die beste Sichtbarkeit reprsentiert. Beachten Sie bitte, dass die Einstufung teilweise an die Bedingung geknpft ist, dass die restliche Bekleidung ebenfalls eine Mindestsichtbarkeit nach EN 471 erreicht.

Mittlerweile wurde die EN 471 durch die EN ISO 20471 abgelst.

EN 511

EN 511

Schutzhandschuhe gegen Klte

Die nachstehenden Kriterien geben Auskunft darber, wie gut ein Handschuh Ihre Hnde bei Arbeiten in kalten Umgebungen schtzt:

Konvektive Klte: 0 bis 4
Kontaktklte: 0 bis 4
Wasserdichtigkeit: 0 bis 1

Hhere Werte kennzeichnen ein besseres Testergebnis. Der Wert ?X? signalisiert, dass der Handschuh nach diesem Kriterium nicht getestet wurde.

EN 531

EN 531

Schutzkleidung - Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Bei kurzem Kontakt mit Flammen und mindestens einer Art von Hitze, ist Kleidung geeignet, die nach dieser europischen Norm geprft wurde. Unterschieden wird dabei zwischen folgenden Hitzearten:

Begrenzte Flammenausbreitung: A
Schutz vor Konvektionshitze: B1 ? B5
Schutz vor Strahlungshitze: C1 ? C4
Schutz gegen flssiges Eisen: E1 = 60g ? 120g

E2 = 121g ? 200g
E3 >= 201g

Mittlerweile wurde die EN 531 durch die EN ISO 11612 ersetzt.

EN 1073-2

EN 1073-2

Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination

Nach dieser Norm geprfte Bekleidung schtzt den Trger vor radioaktiver Kontamination durch feste Partikel (nicht vor radioaktiver Strahlung). Die Bekleidung muss den ganzen Krper des Anwenders vor dem Eindringen fester Partikel schtzen.

EN 1149

EN 1149

Schutzkleidung - Elektrostatische Eigenschaften

beschreibt die Anforderungen an elektrisch leitfhige Bekleidung. Diese Bekleidung ist geerdet, zum Beispiel durch Kombination mit leitfhigen Schuhen, um die Bildung von Funken zu reduzieren und somit auch die Explosionsgefahr. Die Norm unterteilt sich weiter in:

EN 1149-1 Bekleidung nach Teil 1 leitet die elektrostatische Ladung ab.
EN 1149-2 Bekleidung nach Teil 2 wurde auf seinen elektrischen Widerstand hin geprft.
EN 1149-3 Bekleidung nach Teil 3 gibt die elektrostatische Ladung an die Luft ab.
EN 1149-5 Bekleidung nach Teil 5 unterliegt Anforderungen an Materialien und Konstruktion, die als ein Teil eines vollstndig geerdeten Systems verwendet werden knnen.

EN ISO 11611

EN ISO 11611

Schutzkleidung fr Schweien und verwandte Verfahren

Beim Schweien und dazu verwandten Verfahren schtzt Bekleidung, die diese Anforderungen erfllt, gegen kleine Spritzer, kurzer Kontakt mit Flammen, strahlende Hitze von Lichtbgen und Schweiperlen sowie begrenzten elektrischen Ladungen.

EN ISO 11612

EN ISO 11612

Schutzkleidung - Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Bei kurzem Kontakt mit Flammen und mindestens einer Art von Hitze, ist Kleidung geeignet, die nach dieser europischen Norm geprft wurde. Der Schutz vor Hitze wird dabei zwischen folgenden Hitzearten unterschieden:

Begrenzte Flammenausbreitung: A
Konvektionshitze: B1 ? B3
Strahlungshitze: C1 ? C4
Flssige Aluminiumspritzer: D1 ? D3
Flssige Eisenspritzer: E1 ? E3
Kontakthitze: F1 ? F3

EN 12941

Atemschutzgerte - Geblsefiltergerte mit Helm oder einer Haube

Definiert die Mindestanforderungen an Atemschutzsysteme in Kombination mit einem Helm oder einer Haube. Dabei gibt es drei Schutzgrade in Abhngigkeit der Undichtigkeit nach innen:

Schutzgrad TH1: Schutzgrad TH2: Schutzgrad TH3:

EN 13034

EN 13034

Schutzkleidung gegen flssige Chemikalien

Spezifiziert die Anforderungen an flssigkeitsdichte oder begrenzt eingesetzte Chemikalienschutzkleidung. Diese Bekleidung schtzt vor leichten Spritzern und Aerosolen (z.B. durch Sprays) von Chemikalien, deren Wirkung als geringes Risiko eingestuft wird. Im Falle einer Kontamination der Schutzkleidung bleibt dem Trger dadurch ausreichend Zeit um geeignete Schutzmanahmen zu ergreifen. Der Schutz dieser Bekleidung ist also eingeschrnkt (Typ 6).

EN 13688

Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen

Spezifiziert generelle Anforderungen der Bekleidung hinsichtlich Ergonomie, Unbedenklichkeit, Grendeklarierung, Lebensdauer, Kompatibilitt und Beschriftung sowie der Informationen, die mit der Bekleidung zur Verfgung gestellt werden muss.

EN ISO 13982-1

EN ISO 13982-1

Schutz gegen feste Partikel

Innerhalb dieser Norm werden die Mindestanforderungen an Chemikalienschutzkleidung zum Schutz vor festen Teilchen (Typ 5) festgelegt. Diese Bekleidung muss den ganzen Krper vor dem Eindringen so genannten Schwebestaubs, also schwebenden Partikeln fester Chemikalien, schtzen.

EN 14058

EN 14058

Schutz gegen khle Umgebungen

Diese europische Norm legt die Anforderungen an und die Prfverfahren fr die Gebrauchseigenschaften von Kleidungsstcken zum Schutz des Krpers gegen khle Umgebungen fest. Einsatz der geprften Kleidung in Umgebung von Lufttemperatur, die -5*C und hher ist. In der Kennzeichung muss die Klassifizierung des Wrmedurchgangswiderstandes angegeben sein.

EN ISO 14116

EN ISO 14116

Schutz gegen Hitze und Flammen

Innerhalb dieser Norm werden die Mindestanforderungen an Bekleidung zum Schutz gegen kurzen Kontakt mit Flammen geprft. Damit wird die Gefahr durch Entzndung der Kleidung verringert. Zu dieser Norm gehrt ein Index, der Auskunft darber liefert, welche Arten des Brennverhaltens durch das Bekleidungsmaterial verringert werden:

Index 1: Schutz vor Flammenausbreitung, brennenden Rckstnden und Test auf nachglhende Eigenschaften
Index 2: Schutz vor Flammenausbreitung, brennenden Rckstnden und Test auf nachglhende Eigenschaften. Zustzlich: Test auf lochbildende Eigenschaften
Index 3: Schutz vor Flammenausbreitung, brennenden Rckstnden und Test auf nachglhende Eigenschaften. Zustzlich: Test auf lochbildende Eigenschaften und nachbrennende Eigenschaften

EN 14126

EN 14126

Schutzkleidung gegen Infektionserreger

Im Umgang mit biologischen Stoffen prft diese europische Norm die Schutzfhigkeit des Materials vor biologisch kontaminierten Flssigkeiten (durch Bakterien). Dabei wird das Material der Schutzbekleidung der, mit Bakterien versehenen, Flssigkeit ausgesetzt und getestet, ob Bakterien das Material durchdrungen haben.

EN 14605

Typ 3

EN 14605 Typ 3

Typ 4

EN 14605 Typ 4

Schutzkleidung gegen flssige Chemikalien

Beschreibt die Mindestanforderungen an Chemikalienschutzkleidung mit flssigkeitsdichten (Typ 3) oder sprhdichten (Typ 4) Verbindungen. Mehrteilige Kombinationen aus Schutzkleidung, beispielsweise Overalls mit Handschuhen, mit flssigkeits- oder sprhdichten Verbindungen sind dabei auch mglich. Fr Bekleidung, die nur einen Teil des Krpers schtzt, stellt diese europische Norm entsprechende Anforderungen an die Nhte und das Material.

EN 20345

Sicherheitsschuhe fr den gewerblichen Gebrauch

Besteht die Gefahr sich beim Arbeiten die Fe zu verletzen, sollten Schuhe nach dieser Norm getragen werden. Beispielsweise kann dies durch herabfallende Gegenstnde, auf dem Boden liegende, scharfe oder spitze Gegenstnde sowie tzenden Chemikalien oder Kontakt zu sehr heien Materialien geschehen. Neben den festen Anforderungen zum Schuh-Material und an die Zehenkappe werden die Schuhe in fnf Kategorien unterteilt:

S1 - antistatisch, stoabsorbierende Sohle (200 Joule), geschlossener Fersenbereich
S2 - wie S1 mit wasserabweisendem Schaft
S3 - wie S2 mit durchtrittsicherer Zwischensohle
S4 - wie S1 mit wasserabweisendem Schaft aus polymerem Material
S5 - wie S4 mit Stahlzwischensohle

Zudem gibt es noch weitere, optionale Zusatzangaben:

A - Antistatisch
E - Energieabsorbierender Fersenbereich
P - Durchtrittsichere Zwischensohle
SRA - Rutschhemmend bei Wasser und Reinigungsmitteln auf Keramik
SRB - Rutschhemmend bei Glycerin auf Stahl
SRC - SRA und SRB sind erfllt

EN ISO 20471

EN ISO 20471

Warnschutzbekleidung

Fr Situationen in denen im Straenverkehr beziehungsweise in Verkehrsnhe ein hohes Risiko besteht, bersehen zu werden, sorgt Bekleidung nach dieser Norm fr eine bessere Sichtbarkeit. Gegenber der EN 471 wurde fr eine bessere Rundumsichtbarkeit gesorgt, indem das reflektierende Material rund um den Torso und die Arme angebracht werden muss. Dank dieser Designvorschrift sind Trger dieser Bekleidung auch bei Nacht besser als Personen zu erkennen. Die Einstufung erfolgt in den Klassen 1 bis 3, wobei die Klasse 3 die beste Sichtbarkeit reprsentiert und ist somit auch fr schnell flieenden Verkehr geeignet. Beachten Sie bitte, dass die Einstufung teilweise an die Bedingung geknpft ist, dass die restliche Bekleidung ebenfalls eine Mindestsichtbarkeit nach EN 20471 erreicht.

EN 61482-1-2

EN 61482-1-2

Schutzkleidung gegen thermische Gefahren eines Lichtbogens

Arbeiten in der Nhe von unter Spannung stehenden Teilen und elektrotechnische Arbeiten bergen die Gefahr von Strlichtbgen. Schutzbekleidung nach dieser Norm verringert die thermische Gefahr durch diese Strlichtbgen. Der Schutz vor elektrischen Schlgen ist jedoch nicht abgedeckt.