PSA steht für persönliche Schutzausrüstung. Gemeint sind alle Ausrüstungsgegenstände, die Sie bei der Arbeit oder beim Heimwerken vor Gefahren schützen: Schutzbrille, Gehörschutz, Atemschutzmaske, Handschuhe, Bauhelm oder Knieschoner. PSA ersetzt keine sicheren Arbeitsabläufe, sie schützt Sie aber dort, wo Staub, Lärm, Späne, Spritzer oder Stöße nicht vermeidbar sind.
In diesem Ratgeber erklären wir, was PSA bedeutet, welche Arten es gibt, wofür die drei PSA-Kategorien stehen, was die blauen PSA-Zeichen aussagen und welche Schutzausrüstung zu welcher Arbeit passt.
Was bedeutet PSA?
Die Abkürzung PSA wird in der Arbeitssicherheit, auf Baustellen und in der Werkstatt täglich verwendet. Persönliche Schutzausrüstung wird von einer Person getragen oder gehalten und soll sie vor Risiken für Sicherheit und Gesundheit schützen. Sie wirkt direkt am Körper: am Kopf, an den Augen, an den Ohren, an den Atemwegen, an den Händen oder an den Knien.
Im Beruf gelten dafür feste Regeln. Beim Heimwerken sind Sie Ihr eigener Chef: Wer schleift, sägt, streicht oder Fliesen legt, sollte sich dieselben Fragen stellen wie ein Handwerksbetrieb. Welche Gefahr besteht, und welche Ausrüstung schützt davor?
Welche PSA-Arten gibt es?
Nach der Körperstelle lässt sich PSA in diese Bereiche einteilen:
- Kopfschutz: Der Bauhelm schützt vor herabfallenden Teilen und Stößen. Bei uns finden Sie den Bauhelm und den Profi-Bauhelm im Bereich Körperschutz.
- Augenschutz: Bei Schleif-, Säge- und Spritzarbeiten schützt eine Brille vor Staub, Spänen und Spritzern. Eine Vollsichtbrille schließt rundum ab, eine Schutzbrille ist leichter. Beides gibt es im Augenschutz.
- Gehörschutz: Gehörschutzstöpsel mit Band, Bügelstöpsel oder eine Station für mehrere Personen helfen bei Lärm durch Maschinen. Mehr dazu im Gehörschutz.
- Atemschutz: Bei Staub, etwa beim Schleifen, ist eine FFP2-Maske die passende Wahl. Ein einfacher Mundschutz ist etwas anderes, er ersetzt keine Atemschutzmaske. Alles dazu im Atemschutz.
- Handschutz: Arbeitshandschuhe gibt es nach Material, zum Beispiel beschichtete Handschuhe und Strick-Handschuhe. Übersicht im Handschutz.
- Einwegschutz: Einweghandschuhe, Overalls und Überziehschuhe für Arbeiten mit Schmutz oder Farbe. Mehr im Einwegschutz.
- Körper- und Knieschutz: Knieschoner entlasten bei Arbeiten am Boden, etwa beim Fliesenlegen. Alle Artikel im Körperschutz.
Die drei PSA-Kategorien nach EU-Verordnung 2016/425
Die Anforderungen an PSA regelt in der gesamten EU die Verordnung (EU) 2016/425. Sie teilt PSA nach der Schwere des Risikos in drei Kategorien ein. In Deutschland regelt die PSA-Benutzungsverordnung zusätzlich, wie PSA bei der Arbeit bereitgestellt und benutzt wird.
| Kategorie | Schutz gegen | Kennzeichnung und Prüfung |
|---|---|---|
| Kategorie I | geringfügige Risiken | CE-Kennzeichnung |
| Kategorie II | mittlere Risiken: alle PSA, die weder Kategorie I noch III sind | CE-Kennzeichnung, Baumusterprüfung durch eine notifizierte Stelle |
| Kategorie III | tödliche Gefahren oder ernste, nicht umkehrbare Gesundheitsschäden | CE-Kennzeichnung mit Kennnummer der notifizierten Stelle, zusätzlich Überwachung der Qualitätssicherung |
Welche Kategorie für eine bestimmte PSA gilt, steht in Anhang I der Verordnung. Ein Beispiel aus dem Alltag: Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken wie Schnitt oder Abrieb werden nach der Norm DIN EN 388 geprüft. Für die Auswahl am Arbeitsplatz gilt immer: erst die Gefährdung ermitteln, dann die PSA wählen.
PSA-Zeichen und Piktogramme: Was bedeuten die blauen Schilder?
An Werkstatttüren, Maschinen und Baustellen sehen Sie runde blaue Schilder mit weißem Symbol. Das sind Gebotszeichen: Sie sagen, was Sie tragen oder tun müssen. Sie sind in der Normreihe ISO 7010 festgelegt. Bekannte Beispiele sind:
- Kopfschutz benutzen (Helm)
- Gehörschutz benutzen
- Augenschutz benutzen
- Atemschutz benutzen
- Schutzhandschuhe benutzen
Zur Unterscheidung: Blaue Zeichen sind Gebote, rote Zeichen sind Verbote. Wo ein Gebotszeichen hängt, ist die jeweilige PSA Pflicht, nicht nur eine Empfehlung.
Woran erkenne ich geprüfte PSA?
Achten Sie auf drei Dinge:
- Das CE-Zeichen auf dem Produkt oder der Verpackung.
- Die Normangabe, zum Beispiel EN 388 bei Schutzhandschuhen gegen mechanische Risiken oder EN 14404 bei Knieschutz für Arbeiten in kniender Haltung.
- Die Angaben des Herstellers zu Einsatzbereich und Größe. Maßgeblich sind immer die Angaben und die Kennzeichnung auf dem Artikel und der Verpackung.
Wenn Sie bei einem Artikel eine Angabe vermissen, fragen Sie uns vor dem Kauf.

Welche PSA für welche Arbeit?
| Arbeit | Sinnvolle PSA |
|---|---|
| Schleifen | Schutzbrille, FFP2-Maske, Gehörschutz, Handschuhe |
| Streichen und Renovieren | Einweghandschuhe, Einweg-Overall, Schutzbrille bei Überkopfarbeiten |
| Fliesen und Bodenarbeiten | Knieschoner, Handschuhe, Schutzbrille beim Schneiden |
| Baustelle | Bauhelm, Gehörschutz, Handschuhe |
| Reinigen | Einweghandschuhe, bei Spritzern Schutzbrille |
| Gartenarbeit | Arbeitshandschuhe, bei Maschinen Gehörschutz und Schutzbrille |
Das sind Beispiele und keine Vorschrift. Wie Sie bei Ihrer Arbeit richtig vorgehen, hängt von den Gefahren vor Ort ab.
Wer muss PSA bereitstellen?
Im Betrieb ist der Arbeitgeber zuständig. Er muss geeignete PSA bereitstellen, wenn Gefahren nicht anders vermieden werden können. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Bei Fragen zu Ihrem Betrieb hilft die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder die Berufsgenossenschaft.
Häufige Fragen zu PSA
Was heißt PSA?
PSA heißt persönliche Schutzausrüstung.
Welche PSA-Kategorien gibt es?
Es gibt drei: Kategorie I für geringfügige Risiken, Kategorie II für mittlere Risiken und Kategorie III für tödliche Gefahren oder ernste, nicht umkehrbare Gesundheitsschäden.
Was bedeutet das blaue Schild mit weißem Symbol?
Es ist ein Gebotszeichen nach ISO 7010. Es zeigt, welche PSA an dieser Stelle getragen werden muss.
Brauche ich PSA beim Heimwerken?
Bei Schleif-, Säge- und Spritzarbeiten, bei Lärm und Staub sowie bei Arbeiten am Boden ist PSA auch zu Hause sinnvoll.
Wo finde ich PSA im Westerwald-Shop?
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